KnasterKOPF
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Band 3 / 1990

Band 2 / 1990

Band 1 / 1989



Autoren für KnasterKOPF - Themenbände gesucht !!!

Seit kurzem sind die Bände des Knasterkopf stärker als bisher auf ein spezielles Thema fokussiert (Bd. 18/2005: Ostseeraum, Bd. 19/2007: Tonpfeifen als Grabfund, Bd. 20/2009: Metallpfeifen [in Bearb.]). Mit dieser inhaltlichen Konzeption bezwecken wir die Förderung viel versprechender, aber bisher wenig beachteter Bereiche der Tonpfeifenforschung und durch die Konzentration mehrerer Beiträge zu einem Themenkomplex seine vielseitige, effektive Bearbeitung. Dies geschieht unter Wahrung der bisherigen inhaltlichen Vielfalt, denn ein Teil jedes Bandes bleibt weiterhin anderen Beiträgen aus allen Bereichen der Forschung zu Tonpfeifen bzw. historischer Tabakkultur offen.

Haben Sie aus Ihrem Arbeitsbereich entsprechende Funde, die Sie gern bei uns publizieren würden? Wichtig für die geplanten Bände ist vor allem, dass der Kontext der Funde - Begleitfunde, die Fundsituation und weitere datierende Anhaltspunkte außerhalb der Pfeifen - mit in die Betrachtungen einbezogen werden. Bei der Bestimmung der Pfeifen selbst leisten wir gern Hilfe. Kennen Sie neue Publikationen, die für dieses Thema relevant sind? Haben Sie weitere Anregungen zu diesen oder neuen Themen? Dann bitte ich Sie, mit uns Kontakt aufzunehmen! Ebenso würde ich mich freuen, wenn Sie unser Anliegen an interessierte Kollegenweiter vermitteln.

Der Herausgeber

>>> Autorenrichtlinien

Themenband 20/2009 "Metallpfeifen"
Metallpfeifen sind selten! Aufgrund ihrer im Gegensatz zum Massenprodukt Tonpfeife nötigen einzelnen und meist kunsthandwerklich anspruchsvollen Anfertigung, der historischen Wiederverwendung von Altmetall und der ungünstigen Erhaltungsbedingungen, denen Metallfunde im Boden ausgeliefert sind, erscheinen Metallpfeifen in Europa hauptsächlich als exotische Museumsobjekte und selten als Bodenfund. Häufig aus Eisen, seltener aus Bunt- oder Edelmetallen gefertigt, gegossen oder getrieben, sind Metallpfeifen meist exakte Kopien von Tonpfeifen. Obwohl sie damit chronologisch gut einzuordnen wären, verwirrt ihre ungewöhnliche Ausführung in Metall häufig und führt zu falschen Einschätzungen.


War das Phänomen der metallenen Pfeifen lange Zeit kaum bekannt und höchstens für einige Sammler von Interesse, ist in den letzten Jahren auf diesem Gebiet ein deutlicher Wissenszuwachs erfolgt, der eine zusammenfassende Darstellung im nächsten Themenband des KnasterKOPF sowohl ermöglicht als auch erfordert. Dabei wird es zum Großteil um das Formulieren von Fragen gehen: Wo liegen doch der Ursprung bzw. die Ursprünge der europäischen Metallpfeifen - wo und warum hat man sie angefertigt? Sie werden schnell heiß und das Rauchen dürfte auch geschmacklich weit hinter dem aus Tonpfeifen zurückbleiben. In welchen Bereichen des alltäglichen Raucherlebens kamen sie zum Einsatz, wer besaß Metallpfeifen? Stand die Unzerbrechlichkeit im Vordergrund oder machte das edle Aussehen Prestigeobjekte aus ihnen? Sollten sie ein Weg sein, vor der Erfindung des Porzellans die relative Unansehnlichkeit der weißen Tonpfeifen zu überwinden?
Fragen über Fragen, die wir mit gesammelten Fundvorlagen und Überblicksdarstellungen zumindest ansatzweise zu beantworten hoffen. Weitere Beiträge zu diesem Thema sind herzlich willkommen!

       

 

Themenvorschlag: Tonpfeifen als Unterwasserfund (voraussichtlich Band 21/20XX).
Die Wahl dieses Schwerpunktthemas beruht auf der Annahme, dass Tonpfeifen im Zusammenhang mit Unterwasserfundstellen sowohl als Einzelobjekt als auch im Befundzusammenhang andere, z. T. weiter reichende Aussagen ermöglichen als in der regulären Stadtarchäologie. Tonpfeifen aus Ladungen gesunkener Schiffe können einen unmittelbaren Zusammenhang mit historischen Informationen bieten und durch die besonderen Lagerungsbedingungen einen weit besseren Erhaltungszustand aufweisen als an Land. Ebenso von Interesse sind Unterwasser-Einzelfunde sowie Siedlungsfunde aus heute unter Wasser befindlichen Landsiedlungen bzw. – in Umkehrung – aus heute verlandeten ehemaligen Hafenanlagen u.ä.

 

Themenvorschlag: Tonpfeifen auf dem Weltmarkt.
Im Mittelpunkt sollen dabei archäologische Funde deutscher Pfeifen in aller Welt sowie die historische Sicht auf Handel und Export stehen. Das Thema berührt Fragen des Angebotes und der Konkurrenz verschiedener Anbieter, der evtl. Dominanz von Tonpfeifen aus bestimmten Orten/Regionen auf (Übersee-) Märkten wie auch der Produktgestaltung und Imitation von Modellen und Herstellerkennzeichen.

 

Themenvorschlag: Verbindung zwischen Töpferei und Tonpfeifenmacherei.
Dieses Thema vereinigt auf besondere Weise archäologische und historische Forschung. Nicht nur die Geburt des Handwerks der Tonpfeifenmacherei und seine Verbreitung, auch seine routinierte Ausübung ist oft mit dem Töpferhandwerk verflochten. Es gibt über die Jahrhunderte hinweg vielfache Anzeichen sowohl für eine enge Verbindung beider Handwerke wie auch für eine getrennte Entwicklung. Besondere Aspekte diese Themas sind z.B. die Herstellung glasierter Tonpfeifen oder handwerksgeschichtliche Fragen der (gemeinsamen?) Berufsorganisationen, des Berufswechsels, der Ausbildung usw.

 

 

   

 

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Letzte Aktualisierung: 02.07.2009
Kein Teil dieses Werkes darf ohne schriftliche Einwilligung der Herausgeber in irgendeiner Form (Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren), auch nicht für Zwecke der Unterrichtsgestaltung, reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.