Autoren für KnasterKOPF - Themenbände gesucht
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Seit kurzem sind die Bände des Knasterkopf
stärker als bisher auf ein spezielles Thema fokussiert (Bd.
18/2005: Ostseeraum, Bd. 19/2007: Tonpfeifen
als Grabfund, Bd. 20/2009: Metallpfeifen [in Bearb.]). Mit dieser
inhaltlichen Konzeption bezwecken wir die Förderung viel versprechender,
aber bisher wenig beachteter Bereiche der Tonpfeifenforschung und
durch die Konzentration mehrerer Beiträge zu einem Themenkomplex
seine vielseitige, effektive Bearbeitung. Dies geschieht unter Wahrung
der bisherigen inhaltlichen Vielfalt, denn ein Teil jedes Bandes
bleibt weiterhin anderen Beiträgen aus allen Bereichen der
Forschung zu Tonpfeifen bzw. historischer Tabakkultur offen.
Haben Sie aus Ihrem Arbeitsbereich entsprechende Funde, die Sie
gern bei uns publizieren würden? Wichtig für die geplanten
Bände ist vor allem, dass der Kontext der Funde - Begleitfunde,
die Fundsituation und weitere datierende Anhaltspunkte außerhalb
der Pfeifen - mit in die Betrachtungen einbezogen werden. Bei der
Bestimmung der Pfeifen selbst leisten wir gern Hilfe. Kennen Sie
neue Publikationen, die für dieses Thema relevant sind? Haben
Sie weitere Anregungen zu diesen oder neuen Themen? Dann bitte ich
Sie, mit uns Kontakt aufzunehmen! Ebenso würde ich mich freuen,
wenn Sie unser Anliegen an interessierte Kollegenweiter vermitteln.
Der Herausgeber
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Autorenrichtlinien
Themenband 20/2009 "Metallpfeifen"
Metallpfeifen sind selten! Aufgrund ihrer im Gegensatz zum Massenprodukt
Tonpfeife nötigen einzelnen und meist kunsthandwerklich anspruchsvollen
Anfertigung, der historischen Wiederverwendung von Altmetall und
der ungünstigen Erhaltungsbedingungen, denen Metallfunde im
Boden ausgeliefert sind, erscheinen Metallpfeifen in Europa hauptsächlich
als exotische Museumsobjekte und selten als Bodenfund. Häufig
aus Eisen, seltener aus Bunt- oder Edelmetallen gefertigt, gegossen
oder getrieben, sind Metallpfeifen meist exakte Kopien von Tonpfeifen.
Obwohl sie damit chronologisch gut einzuordnen wären, verwirrt
ihre ungewöhnliche Ausführung in Metall häufig und
führt zu falschen Einschätzungen.

War das Phänomen der metallenen Pfeifen lange Zeit kaum bekannt
und höchstens für einige Sammler von Interesse, ist in
den letzten Jahren auf diesem Gebiet ein deutlicher Wissenszuwachs
erfolgt, der eine zusammenfassende Darstellung im nächsten
Themenband des KnasterKOPF sowohl ermöglicht als auch erfordert.
Dabei wird es zum Großteil um das Formulieren von Fragen gehen:
Wo liegen doch der Ursprung bzw. die Ursprünge der europäischen
Metallpfeifen - wo und warum hat man sie angefertigt? Sie werden
schnell heiß und das Rauchen dürfte auch geschmacklich
weit hinter dem aus Tonpfeifen zurückbleiben. In welchen Bereichen
des alltäglichen Raucherlebens kamen sie zum Einsatz, wer besaß
Metallpfeifen? Stand die Unzerbrechlichkeit im Vordergrund oder
machte das edle Aussehen Prestigeobjekte aus ihnen? Sollten sie
ein Weg sein, vor der Erfindung des Porzellans die relative Unansehnlichkeit
der weißen Tonpfeifen zu überwinden?
Fragen über Fragen, die wir mit gesammelten Fundvorlagen und
Überblicksdarstellungen zumindest ansatzweise zu beantworten
hoffen. Weitere Beiträge zu diesem Thema sind herzlich willkommen!
Themenvorschlag: Tonpfeifen als Unterwasserfund
(voraussichtlich Band 21/20XX).
Die Wahl dieses Schwerpunktthemas beruht auf der Annahme, dass Tonpfeifen
im Zusammenhang mit Unterwasserfundstellen sowohl als Einzelobjekt
als auch im Befundzusammenhang andere, z. T. weiter reichende Aussagen
ermöglichen als in der regulären Stadtarchäologie.
Tonpfeifen aus Ladungen gesunkener Schiffe können einen unmittelbaren
Zusammenhang mit historischen Informationen bieten und durch die
besonderen Lagerungsbedingungen einen weit besseren Erhaltungszustand
aufweisen als an Land. Ebenso von Interesse sind Unterwasser-Einzelfunde
sowie Siedlungsfunde aus heute unter Wasser befindlichen Landsiedlungen
bzw. in Umkehrung aus heute verlandeten ehemaligen
Hafenanlagen u.ä.

Themenvorschlag: Tonpfeifen auf dem Weltmarkt.
Im Mittelpunkt sollen dabei archäologische Funde deutscher
Pfeifen in aller Welt sowie die historische Sicht auf Handel und
Export stehen. Das Thema berührt Fragen des Angebotes und der
Konkurrenz verschiedener Anbieter, der evtl. Dominanz von Tonpfeifen
aus bestimmten Orten/Regionen auf (Übersee-) Märkten wie
auch der Produktgestaltung und Imitation von Modellen und Herstellerkennzeichen.

Themenvorschlag: Verbindung zwischen Töpferei
und Tonpfeifenmacherei.
Dieses Thema vereinigt auf besondere Weise archäologische und
historische Forschung. Nicht nur die Geburt des Handwerks der Tonpfeifenmacherei
und seine Verbreitung, auch seine routinierte Ausübung ist
oft mit dem Töpferhandwerk verflochten. Es gibt über die
Jahrhunderte hinweg vielfache Anzeichen sowohl für eine enge
Verbindung beider Handwerke wie auch für eine getrennte Entwicklung.
Besondere Aspekte diese Themas sind z.B. die Herstellung glasierter
Tonpfeifen oder handwerksgeschichtliche Fragen der (gemeinsamen?)
Berufsorganisationen, des Berufswechsels, der Ausbildung usw.

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